Musikalische Einflüsse



Ich habe den Eindruck, dass ich in musikalischer Hinsicht ein sehr vielschichtiger Mensch bin. Ich will mich damit aber nicht brüsten. Klar habe ich irgendwo musikalisches Talent. Sonst hätte ich in meiner Vergangenheit nicht verschiedene Instrumente wie Klavier, Gitarre, Schlagzeug oder Gesang ausprobiert. Mir wurde aber irgendwann klar, dass ich Musik immer anders wahrgenommen habe als die meisten anderen Leute. Für mich stand nie im Vordergrund, ob man zu der Musik feiern oder tanzen oder Hausarbeit machen konnte. Ich habe mich selten einfach so nebenbei von der bloßen Stimmung der Musik einfangen lassen, sondern immer in die Musik hinein gehört und mich gefragt, wie sie gemacht wurde, welche Ideen hinter ihr stecken und warum sie wirkt, wie sie wirkt. Ich habe nie verstanden, warum man zur Musik tanzen soll, dazu hatte ich nie das Bedürfnis. Am schönsten finde ich es, sich ein ruhiges Plätzchen zu suchen, die Augen zu schließen und die Musik zu genießen.

Ich bin auf verschiedensten musikalischen Pfaden unterwegs gewesen und habe nun einmal versucht, prototypisch 20 Werke auszuwählen und vorzustellen, damit ihr einfach mal einen Eindruck bekommt, was mich musikalisch bewegt und geprägt hat. Nicht alles davon zählt heute noch zu meiner absoluten Lieblingsmusik. Nachvollziehbarerweise sind nur Alben vertreten, die bis 1995 entstanden sind. Danach hat es zwar noch viel gegeben, was ich als musikalische Meisterleistung verehre, wovon ich aber nicht behaupten kann, dass es mir neue Wege aufgezeigt hätte. Mit Anfang 20 war meine "musikalische Findung" offenbar soweit abgeschlossen.


RomantikRobert Schumann - Kinderszenen (op.15)